Die 8 Siloprobleme – Brückenbildung
Wenn das Schüttgut den Austrag blockiert
Brückenbildung zählt zu den bekanntesten Problemen im Betrieb von Silos und Bunkern. Dabei bildet das Schüttgut oberhalb des Auslaufs ein selbsttragendes Gewölbe, das den weiteren Materialfluss vollständig blockiert. Der Austrag kommt zum Stillstand, obwohl sich im Silo noch große Materialmengen befinden.
Für den Anlagenbetrieb bedeutet das nicht nur Produktionsunterbrechungen, sondern häufig auch gefährliche Eingriffe in den laufenden Prozess. Brückenbildung ist jedoch kein zufälliges Phänomen, sondern die Folge klar definierter physikalischer Zusammenhänge – und damit technisch beherrschbar.
Was versteht man unter Brückenbildung?
Unter Brückenbildung versteht man die Ausbildung eines stabilen Materialgewölbes im Bereich des Siloauslaufs. Dieses Gewölbe trägt das darüberliegende Schüttgut selbstständig und verhindert, dass weiteres Material nachrutscht.
- vollständiger Stillstand des Austrags
- leer laufende Förderorgane
- scheinbar „leerer“ Auslauf trotz gefülltem Silo
Je nach Schüttguteigenschaft kann die Brücke rein mechanisch entstehen oder durch kohäsive Kräfte zusätzlich stabilisiert werden.
Mechanische Brückenbildung bei grobem Schüttgut
Bei groben Materialien entsteht eine Brücke primär durch das physische Verkeilen der einzelnen Teilchen im Bereich des Siloauslaufs.
Dazu zählen:
Kohäsive Brückenbildung bei feinem Schüttgut
Dazu zählen:
Warum bilden sich Brücken?
Grobe, kohäsionslose Schüttgüter
Feine Schüttgüter
Zeitverfestigung